Windkraft für Heidelberg
Damit Klimaschutz nicht nur heiße Luft bleibt.

Windkraft für Heidelberg

Am 12. Juli findet in Heidelberg ein Bürgerentscheid zur Windkraft auf dem Lammerskopf statt. Ein „Ja“ schafft die Voraussetzungen für einen Windpark in Bürgerhand – und damit für eine günstige, klimaneutrale und unabhängige Stromerzeugung!

Warum Windkraft?

Die Energiewende ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Nur mit sauberer Energie können wir das Klima schützen, unsere Lebensgrundlagen bewahren und unabhängig von fossilen Energien werden. Klimaschutz ist keine abstrakte Zukunftsfrage: In Heidelberg ist die mittlere Temperatur seit 1979 bereits um 2,1 °C gestiegen! Deswegen braucht es den Ausbau Erneuerbarer Energien – auch bei uns in Heidelberg.

Windkraft ist die perfekte Ergänzung für Photovoltaik, weil sie gerade dann Strom liefert, wenn wenig Sonne scheint: im Herbst und im Winter. Auch für die klimaneutrale Fernwärmeversorgung ist der Windpark ein wichtiger Baustein: Grüner Strom für Grüne Wärme.

Warum der Lammerskopf?

Der Lammerskopf zählt zu den windhöffigsten Standorten im Norden Baden-Württembergs. Die auf Heidelberger Gemarkung geplanten 7 Windräder könnten jährlich rund 120 Mio. kWh sauberen Strom erzeugen – genug für etwa 50 % des privaten Strombedarfs in Heidelberg. Dafür wird lediglich eine Fläche von rund 7 Hektar benötigt. Die Hälfte davon kann nach Fertigstellung wieder aufgeforstet werden.

Zum Vergleich:

  • Die am Lammerskopf für Windenergie theoretisch verfügbare Fläche auf Heidelberger Gemarkung hat eine Größe von circa 800 Hektar. Von dieser Fläche würde der Windpark weniger als 0,5 % dauerhaft nutzen.
  • Um dieselbe Energiemenge mit Photovoltaik zu erzeugen, wären rund 150 Hektar Solaranlagen nötig.
  • Der Braunkohle-Tagebau zerstört in Deutschland jedes Jahr unwiederbringlich Naturflächen in der Größe von 600 Hektar.

Heidelberg muss Verantwortung übernehmen: für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und eine nachhaltige Energieversorgung aus der Region.

Windrad im Wald
Windrad am Greiner Eck
© Heidelberger Energiegenossenschaft eG

Erneuerbare machen uns unabhängig!

Deutschland ist noch immer von Öl und Gas aus Krisenregionen abhängig: Putins Angriffskrieg hat Europa in eine massive Energiekrise gestürzt. Jetzt treibt der Konflikt im Iran die Preise für Öl und Gas erneut nach oben. Heimische Erneuerbare Energien sind ein Stabilitätsanker für unsere Wirtschaft, sie machen uns unabhängiger von fossilen Importen und internationalen Krisen. Wind und Sonne schicken keine Rechnung und müssen nicht durch die Straße von Hormus!

Der Windstrom am Lammerskopf wird günstiger produziert werden können als die durchschnittlichen Einkaufspreise für Strom. Durch lokale Stromtarife sollen diese Kostenvorteile Haushalten und Gewerbe vor Ort angeboten werden.

Wer heute in Erneuerbare Energien investiert, stärkt auch unsere wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit.

Windenergie im Einklang mit der Natur

Die Erzeugung von Windenergie am Lammerskopf ist mit dem Naturschutz vereinbar. Der Wald am Lammerskopf ist sehr unterschiedlich: Er beinhaltet sowohl geschützten Buchenwald als auch von Nadelwald geprägte, ökologisch geringerwertige Flächen.

In einem außergewöhnlich umfangreichen Verträglichkeitsgutachten wurden Natura-2000-Schutzgebiete untersucht, sogenannte Flora-Fauna-Habitate und benachbarte EU-Vogelschutzgebiete. Windenergieanlagen kommen nur auf Flächen in Frage, die keine geschützten Buchenwälder sind und die keine geschützten Tiere wie z. B. bestimmte Vögel, Fledermäuse oder Amphibien beheimaten.

Klima- und Naturschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Klimakrise bedroht unsere Wälder, den Wasserhaushalt und die Artenvielfalt, deshalb müssen wir beides zusammendenken: den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen und den Ausbau Erneuerbarer Energien.

Am Lammerskopf bedeutet das konkret:

  • Die Auswirkungen auf geschützte Arten und sensible Lebensräume wurden sorgfältig geprüft. Schützenswerte Gebiete werden für die Windkraftnutzung ausgeschlossen.
  • Windräder entstehen nur auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen mit Fichten und Douglasien oder mit von Nadelbäumen dominiertem Mischbestand.

Auch nach einem „Ja“ zur Windkraft werden die konkreten Standorte jeder einzelnen Anlage nochmals genau geprüft, denn der verantwortungsvolle Umgang mit Natur und Wald hat Vorrang vor der maximalen Ausnutzung der Fläche.

Windpark Greiner Eck
Windpark Greiner Eck
© Energiegenossenschaft Starkenburg eG

Energie in Bürgerhand

Hinter dem Vorhaben stehen die Heidelberger Energiegenossenschaft, die BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau, die Energiegenossenschaft Starkenburg, die Stadtwerke Heidelberg und die Stadtwerke-Kooperation Trianel. Der geplante Windpark am Lammerskopf wird also in Bürgerhand liegen und kein Projekt großer Energiekonzerne sein.

Bürgerinnen und Bürger können direkt vom Projekt profitieren, indem sie finanzielle Beteiligungsangebote der Genossenschaften sowie der Stadtwerke nutzen. Wertschöpfung und Gewinne bleiben in der Region, statt an ferne Aktionäre zu fließen.

Eigener Strom. Vor Ort produziert. Für Heidelberg.

Menschen vor einem Windrad beim Odenwald
© Energiegenossenschaft Starkenburg eG

Wir stimmen am 12. Juli für …

… Klimaschutz und die Energiewende vor Ort
… klimaneutrale Stromversorgung aus Heidelberg für Heidelberg
… Unabhängigkeit von fossilen Importen
… langfristig stabile Energiepreise
… Windenergie im Einklang mit dem Naturschutz
… Energie in Bürgerhand und Wertschöpfung in der Region

Sticker Windkraft für Heidelberg